Schlaflos
Oh Nacht, was hast Du zu verbergen, was ist deiner tiefsten Tracht, treibst Du uns in ein Verderben, aus dem man nimmer mehr erwacht? Hat es einen tiefen Sinn, wenn wir der Stunden liegen wach, soll´s mir zeigen wer ich bin, das ich denk drüber nach? Was entspringt dir in den Stunden, nichts erfahre ich von Dir, was willst Du mir damit verkünden, sag es laut – los sag es mir. Schweige nur, lass mich Weiterlesen
Abenddämmerung
Die Abenddämmerung erbricht, mit ihrem warmen sanften Licht, mit kühlen Winden, die von Bergen, in die Täler niederfahren, gefolgt von Stille und von Nacht, der Mond alsbald in voller Pracht, am Sternenhimmel kommt hinzu und gibt uns Frieden und auch Ruh.
Abendfrieden
Die Sonne, die sanft hinter Bergen, deren Schatten immer länger werden, zum Schlafen sich nach unten neigt, ist für Alltag keine Zeit.
Abendruh
Auf des Berges Gipfel ruhend, unterm Kreuze – müd´ und schwach, auf die tiefe Sonne blickend, wenn ich aus dem Schlaf erwach. Weit entfernt, hier auf dem Berge, lieg´ ich nieder – ruf Dir zu, wenn ich doch nur bei Dir wäre, fänd´ ich wahre Abendruh.
Abendstimmung
Am Abend manche Grille singt, ein leises Lied im Abendwind, Blumen schließen ihre Blüten, ein Schäfer muss noch Schafe hüten. Der Mond am Himmel steigt empor, eine Wolke geht davor, damit das Licht hier auf der Erde, dadurch ein bisschen schwächer werde. Ein Hund bellt in die sanfte Stille, nur kurz verstummt das Lied der Grille, der Wind weht durch die stille Nacht, und hat die Ruh zurückgebracht.
Am Morgen
Wenn die Sonne steigt empor, dringt aus dem Horizont hervor, die Erd erweckt aus ihrem Schlaf, die Blütenpracht sich öffnen darf, uns mit Wärme reich beschenkst und unsre Stimmungslage lenkst.