Du VI

Wenn die Sonne untergeht, und der letzte Wind verweht, wenn die Stille mich umgibt, und nach Ruhe es mich zieht, wenn es Dunkel wird zur Nacht, und der Tag ist nun vollbracht, denke ich so gern an Dich, und verliere in Gedanken mich

Du V

Wenn die Sonne untergeht, und der letzte Wind verweht, wenn die Stille mich umgibt, und nach Ruhe es mich zieht, wenn es Dunkel wird zur Nacht, und der Tag ist nun vollbracht, denke ich so gern an Dich, doch leider intressiert´s dich nicht!

Du III

Was wäre diese Welt schon wert, wenn man keine Frau begehrt. Dich in meinem Arm zu wissen, möcht´ ich nimmer mehr vermissen! Die Schönheit, die ich dann erblicke, ich in Leidenschaft ersticke, ist gewiß der Mühe wert, da uns gutes wiederfährt!

Schlaflos

Oh Nacht, was hast Du zu verbergen, was ist deiner tiefsten Tracht, treibst Du uns in ein Verderben, aus dem man nimmer mehr erwacht? Hat es einen tiefen Sinn, wenn wir der Stunden liegen wach, soll´s mir zeigen wer ich bin, das ich denk drüber nach? Was entspringt dir in den Stunden, nichts erfahre ich von Dir, was willst Du mir damit verkünden, sag es laut – los sag es mir. Schweige nur, lass mich Weiterlesen

Abenddämmerung

Die Abenddämmerung erbricht, mit ihrem warmen sanften Licht, mit kühlen Winden, die von Bergen, in die Täler niederfahren, gefolgt von Stille und von Nacht, der Mond alsbald in voller Pracht, am Sternenhimmel kommt hinzu und gibt uns Frieden und auch Ruh.

Abendruh

Auf des Berges Gipfel ruhend, unterm Kreuze – müd´ und schwach, auf die tiefe Sonne blickend, wenn ich aus dem Schlaf erwach. Weit entfernt, hier auf dem Berge, lieg´ ich nieder – ruf Dir zu, wenn ich doch nur bei Dir wäre, fänd´ ich wahre Abendruh.

Abendstimmung

Am Abend manche Grille singt, ein leises Lied im Abendwind, Blumen schließen ihre Blüten, ein Schäfer muss noch Schafe hüten. Der Mond am Himmel steigt empor, eine Wolke geht davor, damit das Licht hier auf der Erde, dadurch ein bisschen schwächer werde. Ein Hund bellt in die sanfte Stille, nur kurz verstummt das Lied der Grille, der Wind weht durch die stille Nacht, und hat die Ruh zurückgebracht.